Unser „Regenbogen“ Haus in der Bretagne: Haus Kanevedenn

Im Juli 1995 kam Pastor Stein im Urlaub mit Jugendlichen an einem alten Gehöft in Guernigenet, Bretagne, Frankreich vorbei. Dieses Gehöft wurde zum Verkauf angeboten. Sie kamen auf die Idee, dieses Gelände zu erwerben und dann kostengünstige Kinder- und Jugendfreizeiten anzubieten. Außerdem könnten auch Familien mit wenig Einkommen eine günstige Urlaubsunterkunft angeboten werden.

Zurück in Wuppertal wurde einerseits fleißig für dieses Unternehmen geworben, andererseits jedoch auch alle rechtlichen und finanziellen Aspekte geprüft. Die Kirchengemeinde durfte nicht als Träger dieses Projekts auftreten, daher gründeten 20 vom Projekt begeisterte Gemeindemitglieder im Oktober 1995 einen gemeinnützig anerkannten Verein für Kinder und Jugendhilfe. Stifterin ist jedoch nach wie vor die Pfarrgemeinde St. Marien und daher muss auch jede Satzungsänderung vom Kirchenvorstand genehmigt werden. Nach langen Verhandlungen ging das Anwesen (2.650 m²) mit seinen vier renovierungsbedürftigen Häusern im April 1996 endlich in unseren Besitz über. Der erste Schritt war getan, doch es mussten noch viele weitere folgen, denn alle vier Häuser benötigten einen neuen Dachstuhl und mussten innen und außen renoviert werden.

Da wir die Geldspenden, die in Wuppertal fleißig gesammelt wurden (u.a. auch durch drei Benefizkonzerte), nur in dringenden Fällen für Fremdhandwerker ausgeben wollten, bildeten sich immer wieder Arbeitstrupps, die in ihrer Freizeit und in ihrem Urlaub alle nötigen Arbeiten tatkräftig in Angriff nahmen. Sachspenden und benötigte Arbeitsmaterialien, die es zum großen Teil in Deutschland preiswerter zu beschaffen gab, wurden mit gesponsertem LKW an einem Wochenende nach Haus Kanevedenn geschafft (Freitag abend los mit 2 Fahrern, 16 Stunden Fahrt, ausladen, schlafen, wieder zurück, Sonntag abend zu Hause).

Bereits seit 1998 werden, obwohl immer noch weiter renoviert wurde, regelmäßig Zeltlager und Gruppenreisen nach Haus Kanevedenn durchgeführt. Auch Familien verbrachten dort schon ihren Urlaub.

Grundsätzlich sind also die Schulferien erst einmal für Kinder- und Jugendfreizeiten reserviert. Anmeldungen sollten, um gut planen zu können, immer bis zum November des Vorjahres eingehen. Anfragen sowohl von Gruppen als auch von Familien sind selbstverständlich jederzeit möglich.

Dank gilt an dieser Stelle all den vielen Helfern, die uns in den vergangenen 15 Jahren bereits immer wieder tatkräftig unterstützt haben. Trotz häufig chaotischer Zustände, gerade am Beginn der Bauphase, sind sie doch immer wieder gerne vor Ort gewesen.

Aber wie es nun einmal mit einem Haus so ist: Die Arbeit hört nie auf. Wenn Sie also Interesse haben, mehr über dieses Projekt unseres Pfarrverbands zu erfahren, Verbesserungen, Vorschläge oder Kritik anbringen möchten, sprechen Sie uns doch einfach an.